Chronologie

Blick in den nördlichen Innenhof der Reichstagsgebäudes, wenige Tage vor dem Start des partizipativen Projektes am 12. September 2000
Aufnahme aus dem September 2016 nach den bis dahin ca. 370 Erdbeiträgen aus den Wahlkreisen von Bundestagsabgeordneten.

23. Oktober 2025 – Aus dem Bundestag in die Bundesländer!

Orte DER BEVÖLKERUNG – Orte der Demokratie: Das Thüringsche Gera ist die erste Station einer Wanderausstellung durch die Regionen Deutschlands, begleitet von einem vielfätigen Programm, das jeweils in Kooperation mit Menschen und Instistutionen vor Ort entsteht. Mit diesem Wanderformat wird die zentrale Idee des Kunstwerks – die Verbindungen von Parlament und Wahlkreisen erlebbar zu machen– aufgegriffen und in den politischen Alltag der Regionen zurückgespiegelt. In den kommenden Jahren soll Orte DER BEVÖLKERUNG in allen Bundesländern und möglichst vielen Wahlkreisen Station machen. Machen Sie mit! 

Erste Station der Wanderausstellung ‚Orte DER BEVÖLKERUNG – Orte der Demokratie‘ im Kulturhaus Häselburg in Gera (Thüringen), November 2025

12. September 2025

Genau am 25. Jubiläumstag von DER BEVÖLKERUNG beteiligten sich 27 Bundestagsabgeordnete der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU, Die Linke und SPD mit frischer Erde aus ihren Wahlkreisen. Der durchweg informelle Aktionstag war geprägt von kurzen, spontanen Reden und vielen Gesprächen mit den Besucherinnen und Besuchern. Anders als vor 25 Jahren stand nicht die Kontroverse, sondern das Verbindende und Gemeinsame im Mittelpunkt – das Engagement für Vielfalt als Grundlage demokratischen Zusammenhalts. Am Ende des besonderen Tages vereinigten die ersten 25 Jahre von DER BEVÖLKERUNG insgesamt 525 Erdbeiträge aus allen Regionen des Landes. 34 Abgeordnete des Deutschen Bundestages sind mit ihren Wahlkreisen bereits mehrfach Teil des lebendigen Kunswerkes geworden. 

Aktionstag DER BEVÖLKERUNG am 12. September 2025: Abgeordnete und Unterstützer*innen nehmen das Jubiläumsjahr zum Anlass gemeinsamer Aktivitäten und Gespräche rund um ihre Beiträge zum Kunstprojekt – vor Ort in den Wahlkreisen oder, wie hier, im Innenhof des Reichstagsgebäudes.

25. Juli – 28. September 2025

Jubiläumsausstellung 25 Jahre DER BEVÖLKERUNG im Forum Kunst im Bundestag im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Ein Beitrag der Werkstatt DER BEVÖLKERUNG, einer zivilgesellschaftlichen Initiative zur interdisziplinären Begleitung und Vermittlung des Projektes.

10. September 2020 – 15. Januar 2021

Unter dem Titel 20 Jahre DER BEVÖLKERUNG im Deutschen Bundestag, beleuchtet eine Ausstellung im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.), kuratiert von Oliver Schwarz, die ersten 20 Jahre der Partizipationen und Rezeptionen vor dem Hintergrund der kontoversen Entstehungsgeschichte des Projektes.

12. September 2000

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse eröffnet mit zwei Säcken Erde vom Jüdischen Friedhof aus seinem Berliner Wahlkreis Prenzlauer Berg das Kunstprojekt. Alle aktuellen und zukünftigen Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind ab diesem Tag eingeladen, sich in ihrer Wahlperiode mit ca. 50 kg Erde aus ihren Wahlkreisen an DER BEVÖLKERUNG zu beteiligen.

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse eröffnete am 12. September 2000 gemeinsam mit Hans Haacke das Kunstprojekt mit einem Zentner Erde aus seinem Berliner Wahlkreis Prenzlauer Berg.

5. April 2000

Auf der Tagesordnung des Bundestages: Debatte und Abstimmung über den Gruppenantrag „(Drucksache 14/26) DER BEVÖLKERUNG von Hans Haacke wird nicht realisiert“.  Debatte und Abstimmung führen mit nur zwei Stimmen Unterschied zur Ablehnung des Antrages der Projektgegner: 258 Stimmen für, 260 gegen den Antrag, bei 31 Enthaltungen. 

17. Februar 2000

Der lautstark anhaltende Widerstand von Volker Kauder, der einzigen Gegenstimme im Kunstbeirat, führt zu einem Gruppenantrag von 178 Abgeordneten der CDU/CSU Fraktion. Ihr Ziel ist es, durch eine Abstimmung im Parlament die Entscheidung des Kunstbeirates rückgängig zu machen.

25. Januar 2000

Aufgrund öffentlicher Debatten über Haackes Vorschlag kommt das Projekt auf Empfehlung des Ältestenrates noch einmal zur Abstimmung auf die Tagesordnung. Der Kunstbeirat bekräftigt sein Votum für das Projekt mit großer Mehrheit. 

2. November 1999

Konzept und Entwurfsmodell „DER BEVÖLKERUNG“ wird erstmalig dem zuständigen Gremium des Bundestages, dem Kunstbeirat, präsentiert. Dieser stimmt der Realisierung des Kunstprojektes mit neun Stimmen bei einer Gegenstimme zu.

3. Juni 1999

Unterzeichnung des Vertrags zwischen der Projektgesellschaft “ARGE-Kunst im Nördlichen Lichthof des Reichstagsgebäudes” von Hans Haacke & Oliver Schwarz mit der Bundesbaugesellschaft im Auftrag des Deutschen Bundestages.

22. Juni 1998

Hans Haacke nimmt die Einladung an. Beginn der Konzepterarbeitung.

17. Mai 1998

Hans Haacke wird vom Deutschen Bundestag eingeladen, ein Konzept zur künstlerischen Gestaltung des nördlichen Lichthofs im Rahmen der „Kunst-am-Bau-Projekte“ für das Reichstagsgebäude zu entwickeln.

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