Herta Däubler-Gmelin, SPD
Statement
Die Justizministerin hat dazu in ihrem Wahlkreis Tübingen und Hechingen Erde an Plätzen aufgenommen, die an die demokratisch-republikanische Tradition ihrer Region erinnern: Zur Erinnerung an den Tübinger Vertrag von 1514 zur Begrenzung der Allmacht des damaligen Landesfürsten – etwas Sägemehl aus den ältesten Balken des Tübinger Rathauses, das bei jüngsten Probebohrungen zur exakten Bestimmung des Alters entnommen wurde. Zur Erinnerung an die Demokraten, die aus dieser Region 1848 in die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche entsandt wurden, und die für Grundrechte und eine demokratische und rechtsstaatliche Verfassung in Deutschland gestritten und gelitten haben; und besonders zur Würdigung der Rolle von Ludwig Uhland – etwas Boden vom Uhlanddenkmal. Zur Erinnerung an den den demokratisch-rechtsstaatlichen Neuanfang in Südwürttemberg Hohenzollern nach dem Desaster der Nazizeit unter der Mahnung „Nie wieder“ – Erde aus der Anlage des Klosters Bebenhausen. Vom Grabe Carlo Schmids – zur Erinnerung an diesen großen Demokraten und Europäer, der nicht nur die Grundlagen der Bundesrepublik Deutschland, sondern mit seiner Vision eines geeinten Europas auch unsere Zukunft so weitsichtig geprägt hat.
